Diagnostisches Angebot

Bundesweit entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA), welche Krankheiten im Neugeborenenscreening untersucht werden sollen (Standardscreening).

Der Beirat des Hessischen Kindervorsorgezentrums legt gemäß § 3 Abs. 6 des Hessischen Kindergesundheitsschutzgesetzes im Einvernehmen mit dem Hessischen Kindervorsorgezentrum fest, welche Krankheiten in Hessen zusätzlich zum Standardscreening untersucht werden sollen.  

Die Eltern können sich nach Aufklärung für das Standardprogrammoder das Erweiterte Hessische Programm für Stoffwechsel- und Hormonstörungen entscheiden. 

Das Mukoviszidosescreening kann seit dem 01. September 2016 zu beiden Programmen zusätzlich angefordert werden.

Standard-Programm
Dem „Standard-Programm“ wurde ab dem 15.03.2018 das Screening auf die Tyrosinämie-Typ zugefügt, so dass darin jetzt 15 Zielkrankheiten untersucht werden.

Erweitertes Hessisches Programm
Über das Standardprogramm hinaus bieten wir ohne Mehrkosten die Suche nach weiteren Zielkrankheiten an, bei denen eine frühe Diagnosestellung möglicherweise die gesundheitliche Prognose verbessert.

Mukoviszidosescreening

Da es sich um eine 3-stufiges Screening handelt, das eine molekulargenetische Untersuchung einschließen kann, darf das Mukoviszidosescreening (CF-Screening) nach Kinder-Richtlinien nicht durch eine Hebamme oder einen Entbindungspfleger angefordert werden, wenn keine ärztliche Aufklärung erfolgte.

Das CF-Screening kann bis zu einem Alter von 28 Tagen ohne erneute Blutentnahme aus der im Screeninglabor vorhandenen Probe durch einen Arzt nachgefordert werden (Stellungnahme der Gendiagnostikkommission).

Detaillierte Informationen finden Sie unter der Rubrik "Handbuch zur Probennahme". Im Leistungsverzeichnis finden Sie zusätzlich Details zu den verwendeten Labormethoden.