Sehr ge­ehr­te Pa­ti­en­tin,

auf den fol­gen­den Sei­ten möch­ten wir Sie über, dass an un­se­rem In­sti­tut an­ge­bo­te­nen, mi­ni­mal-​in­va­si­ven The­ra­pie­ver­fah­ren der Myo­mem­bo­li­sa­ti­on in­for­mie­ren. Mit die­sem Ver­fah­ren wird die Blut­ver­sor­gung der Myo­me durch Ein­sprit­zen von kleins­ten Teil­chen un­ter­bro­chen. Als Fol­ge der un­ter­bro­che­nen Durch­blu­tung ver­öden die Myomkno­ten. Der gro­ße Vor­teil ist, dass da­bei die Ge­bär­mut­ter voll­stän­dig er­hal­ten bleibt.

Myomkno­ten

Was sind Myo­me?

Myo­me sind gut­ar­ti­ge Ge­schwüls­te, die sich in der Mus­kel­wand der Ge­bär­mut­ter bil­den. Sie sind die häu­figs­ten weib­li­chen Un­ter­leibs­ge­schwüls­te. Die Häu­fig­keit liegt bei 35 - 50% al­ler Frau­en im Al­ter von 35 - 50 Jah­ren. Die ge­nau­en Um­stän­de, die zur Ent­ste­hung und dem Wachs­tum von Myo­men bei­tra­gen, sind nicht al­le be­kannt.

Fol­gen­de Fak­to­ren wir­ken be­güns­ti­gend:

  • Fa­mi­liä­re Vor­be­las­tung
  • Adi­po­si­tas
  • Kin­der­lo­sig­keit

Es gibt drei Ar­ten von Myo­me je nach ih­rer La­ge ha­ben Sie ver­schie­de­ne Be­zeich­nun­gen:

In­tra­mu­ral - in­ner­halb der Mus­kel­schicht, füh­ren zu­meist zu ver­stärk­ten Re­gel­blu­tun­gen
Sub­mu­kös - un­ter­halb der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut
Sub­s­erös - au­ßer­halb der Ge­bär­mut­ter­wand, kön­nen oh­ne Be­hand­lung sehr groß wer­den

Ab­lauf der Be­hand­lung

Die Be­hand­lung wird kom­plett am­bu­lant durch. Am Vor­tag vor dem Ein­griff müs­sen Sie sich in un­se­rem In­sti­tut vor­stel­len. Zur Vor­stel­lung brin­gen Sie bit­te al­le Arzt­be­rich­te und ei­nen ak­tu­el­len La­bor­be­richt mit. Wäh­rend Ih­rem Auf­ent­halt wird noch ei­ne Ma­gnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie durch­ge­führt, um La­ge, Zahl, Grö­ße und Durch­blu­tung der Myo­me zu be­ur­tei­len. Im An­schluss der Ma­gnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie er­folgt ein aus­führ­li­ches Auf­klä­rungs­ge­spräch über den Ein­griff durch den be­han­deln­den Ra­dio­lo­gen.

Ab­lauf der Myo­mem­bo­li­sa­ti­on

Nach ört­li­cher Be­täu­bung der Leis­ten­re­gi­on er­folgt mit ei­ner spe­zi­el­len Na­del die Punk­ti­on der Schlag­ader des Bei­nes (Fe­mo­r­al­ar­te­rie). In die Schlag­ader wird dann ei­ne "Schleu­se" (ein Füh­rungs­schlauch) ein­ge­bracht. Durch die Schleu­se wird dann ein Ka­the­ter (ein dün­ner fle­xi­bler Plas­tik­schlauch) ein­ge­führt. Un­ter an­gio­gra­fi­scher Sicht­kon­trol­le und Kon­trast­mit­tel­in­jek­tio­nen wird der Ka­the­ter in die Ge­bär­mut­ter­ar­te­rie (Ar­te­ria ute­ri­na) und schließ­lich in die das Myom ver­sor­gen­den Ge­fä­ße ein­ge­führt. Von der Plat­zie­rung des Ka­the­ters spürt die Pa­ti­en­tin nichts. Nur wäh­rend der Kon­trast­mit­tel­in­jek­tio­nen tritt ein Wär­me­ge­fühl auf, das in­ner­halb we­ni­ger Se­kun­den wie­der ver­geht. Durch die Kon­trast­mit­tel­ga­be wer­den die Ge­fä­ße in der An­gio­gra­phie sicht­bar ge­macht und dient der Auf­fin­dung der Myomge­fä­ße.

Nach der kor­rek­ten Plat­zie­rung des Ka­the­ters wird die ei­gent­li­che Em­bo­li­sa­ti­on durch­ge­führt. Un­ter An­gio­gra­fi­scher Kon­trol­le wer­den die Em­bo­li­sat­par­ti­kel in die Myomge­fä­ße ge­spritzt, die da­für sor­gen, das die Blut­zu­fuhr und Er­näh­rung zum Myom dau­er­haft un­ter­bun­den wird. Die Par­ti­keln die zur Em­bo­li­sa­ti­on be­nutzt wer­den, ha­ben ei­ne spe­zi­el­le die­sem Zweck an­ge­pass­te Grö­ße (500 bis 900 µm). Die­se ist so ge­wählt, dass sie haupt­säch­lich in die Myo­me ge­lan­gen und nicht in das ge­sun­de Ge­bär­mut­ter­ge­we­be.
Nach Ab­schluss der Myo­mem­bo­li­sa­ti­on wird der Ka­the­ter aus der Leis­ten­ar­te­rie ent­fernt und der Pa­ti­en­tin wird ein Druck­ver­band an­ge­legt der 4 - 6 Stun­den nach dem Ein­griff ver­bleibt. An­schlie­ßend soll­te die Pa­ti­en­tin ei­ne 6-​stün­di­ge Bett­ru­he ein­hal­ten. In die­ser Zeit wird bei der Pa­ti­en­tin re­gel­mä­ßig Blut­druck-​ und Puls-​Kon­trol­len und wen er­for­der­lich ei­ne Schmerz­me­di­ka­ti­on durch­ge­führt.

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