AG Multiple Sklerose

Leitung: Prof. Dr. med. Christian Förch

Schwerpunkte der Forschungsarbeiten zur Multiplen Sklerose in der Arbeitsgruppe liegen in der Charakterisierung von pathophysiologischen Veränderungen im Gehirn und Rückenmark durch Blut-Biomarker und bildgebende Methoden. Insbesondere steht hierbei im Fokus, in wieweit hierdurch kognitive Veränderungen im Langzeitverlauf vorhergesagt werden können.  

Die AG Multiple Sklerose hat folgende wissenschaftliche Schwerpunkte:

Schwerpunkt: Biomarker

Ziel diese Schwerpunktes ist die Charakterisierung von Biomarkern wie z.B. Glial fibrillary Acidic Protein (GFAP), Neuron-specific enolase (NSE) und Neurofilament light chain (NF light) sowie von Koagulationsfaktoren im Blut und Liquor im Rahmen entzündlicher ZNS - Erkrankungen, insbesondere bei der Multiplen Sklerose. Insbesondere soll überprüft werden, ob anhand der Biomarker eine Störung der Blut-Hirn-Schranke identifiziert werden kann. Möglicherweise können solche Marker zukünftig als Surrogatparameter für die individuelle Krankheitsaktivität von MS-Patienten verwendet werden, um perspektivisch die Notwendigkeit von Kontrastmittel-gestützten Untersuchungen zu reduzieren. Methodisch wird auf Basis translational gewonnener Erkenntnisse Material aus der Biomaterialbank der AG Multiple Sklerose auf verschiedenste Parameter hin laborchemisch untersucht. Hierbei kommen ELISA-gestützte Analysen und etablierte Panels aus der Laborindustrie zum Einsatz.  

Wissenschaftliche Mitarbeiter*Innen des Schwerpunktes:

Dr. med. Jan-Hendrik Schäfer

Dr. med. Martin Schaller-Paule

Dr. med. Dipl-Psych. Yavor Yalachkov, PhD

Schwerpunkt: Bildgebung

Die AG Multiple Sklerose kooperiert mit der Structural Imaging Group (Leitung: Dr. Alexander Seiler und PD Dr. René-Maxime Gracien) im Rahmen von MS-Bildgebungsprojekten. Wir untersuchen unter anderem mittels moderner quantitativer und diffusionsbasierter MRT-Verfahren strukturelle zerebrale Gewebsveränderungen außerhalb der makroskopischen Läsionen bei MS-Patienten und deren Beziehung zu funktioneller Umstrukturierung sowie zum klinischen/kognitiven Status und tragen zur Validierung und technischen Weiterentwicklung dieser Verfahren bei. Es bestanden/bestehen Förderungen der strukturellen Bildgebungs-AG durch den SFB-TR 128, LOEWE CePTER, das Clinician Scientists Programm sowie die Else Kröner-Frisenius-Stiftung.

Weitere Informationen über die Arbeitsgruppe auf der BIC Website: https://www.uni-frankfurt.de/63355486/Research#2 

Mitarbeiter:www.uni-frankfurt.de/63211839/Members

Publikationen:pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

 

Schwerpunkt: Kognition

Unser Schwerpunkt liegt bei der Untersuchung von neuropsychologischen Defiziten, Depression und Lebensqualität von Patienten, die an autoimmunen inflammatorischen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose (MS), Neuromyelitis optica (NMO) bzw. NMO-Spektrumerkrankungen sowie chronischen autommunen demyelinisierenden Polyneuropathien leiden. Hierfür setzen wir vor allem neuropsychologische Tests, Verhaltens- und Eye-Tracking-Experimente ein. Im Rahmen von Liquor- und Serum-Untersuchungen gehen wir der Frage nach, welche Biomarker die Entwicklung von kognitiver Beeinträchtigung bei diesen Erkrankungen vorhersagen kann.

Eine enge Kooperation besteht mit der AG Kognitive Neurowissenschaft: www.brainclocks.com

Wissenschaftliche Mitarbeiter*Innen des Schwerpunktes:

Dr. med. Johannes Gehrig

Dr. med. Dipl-Psych. Yavo