Auszeichnungen und Preise 2013

Unter 4.600 Bewerbern hat sich Dr. Florian Andreas Geßler vom Universitätsklinikum Frankfurt durchgesetzt und erhält ein von dem Gates Cambridge Trust finanziertes Stipendium für die University of Cambridge.

 


Dr. Florian Andreas Geßler erhält das Gates-Cambridge-Stipendium.

Dr. Florian Andreas Geßler (29), Assistenzarzt in der Klinik für Neurochirurgie am Frankfurter Universitätsklinikum, ist einer von 95 Wissenschaftlern aus insgesamt 27 Ländern, die von einem der sehr begehrten Vollstipendien des Gates Cambridge Trust profitieren dürfen. Zu den Aufnahmebedingungen zählen hervorragende akademische Leistungen, Führungspotential sowie der Wille, das Leben anderer Menschen zu verbessern. Diese Kriterien erfüllt Dr. Geßler und tritt am 1. Oktober 2014 sein mehrjähriges Stipendium an der University of Cambridge an. Er wird dort seine erfolgreiche Forschung über bösartige Hirntumore fortsetzen, um deren Therapie zu verbessern. „Dieses Stipendium ist eine große Auszeichnung für Herrn Dr. Geßler und zeigt, dass unsere Forschung auch auf internationalem Spitzenniveau voll konkurrenzfähig ist“, sagt Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum und Dr. Geßlers Doktorvater. Während des Postgraduiertenstudiums ruht Dr. Geßlers Vertrag mit dem Universitätsklinikum. Nach Abschluss des Forschungsaufenthalts in Cambridge will er nach Frankfurt zurückkehren, um seine Facharztausbildung in der Neurochirurgie abzuschließen.

Kampf gegen extrem tödliche Hirntumore

Glioblastome sind die häufigste Art bösartiger Hirntumore bei Erwachsenen. Die Erkrankungen verlaufen fast immer tödlich. Die Überlebenschancen liegen nach drei Jahren bei unter 20 Prozent. Dr. Geßlers Forschung könnte dies ändern. Seine Dissertation hat sich mit der Verminderung des Zellwachstums in Glioblastomen mithilfe eines Antikörpers beschäftigt. Im Rahmen der Akademischen Feier der Universität Frankfurt 2013 wurde ihm hierfür der Förderpreis des Burse e.V. für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen. Zuletzt konnte im Rahmen aktueller Forschungsergebnisse gezeigt werden, dass Stammzellen für den Rückfall eines Tumors verantwortlich sein können. Außerdem zeichnet sich immer mehr die Einflussnahme des körpereigenen Immunsystems auf die Tumorzellen ab. Im Rahmen seines Postgraduiertenstudiums am Department of Clinical Neurosciences in Cambridge will der Wissenschaftler die Interaktion zwischen Stammzellen und Immunsystem weitergehend untersuchen, um die Grundlage für eine verbesserte Behandlung der Tumore zu schaffen. „Ich freue mich sehr, meine Forschung unter den hervorragenden Bedingungen des Gates-Cambridge-Stipendiums fortsetzen zu können“, sagt der Wissenschaftler.

Gates Cambridge Trust und die Bill and Melinda Gates Foundation

Das Stipendium wird vom Gates Cambridge Trust getragen, der im Jahr 2000 von der Bill and Melinda Gates Foundation gegründet und mit einer Summe von 210 Millionen US-Dollar ausgestattet wurde. Es handelt sich um die höchste Einzelspende, die eine britische Universität jemals erhalten hat. Durch das Programm soll ein Netzwerk künftiger globaler Führungskräfte aufgebaut werden, die für die Verbesserung der Lebensbedingungen anderer Menschen eintreten.

Die Bill and Melinda Gates Foundation rief Microsoft-Mitbegründer Bill Gates 1994 ins Leben, 1999 erhielt sie ihren jetzigen Namen. Die Stiftung gilt, an der Kapitaleinlage gemessen, als größte Privatstiftung der Welt. Sie engagiert sich vor allem im globalen Rahmen für Entwicklung und Gesundheit, aber auch in den Vereinigten Staaten im Bereich der Bildung.


Für weitere Informationen:

Dr. Florian Andreas Geßler

Klinik für Neurochirurgie

Universitätsklinikum Frankfurt

E-Mail f.gessler@med.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

Universitätsklinikum Frankfurt

Fon (0 69) 63 01 – 77 64
Fax (0 69) 63 01 – 83 22 2

E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Internet www.kgu.de

 

 

Der Stiftungsrat der STIFTUNG NEUROCHIRURGISCHE FORSCHUNG der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie
vergibt an

Dr. med. Marie-Therese Forster
Klinik und Poliklinik fur Neurochirurgie
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

anlässlich der 64. Jahrestagung vom 26.-29. Mai 2013 in Düsseldorf

für das Projekt

Wie präzise ist die Virtualität? -Verifikation der auf funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) sowie aufnavigierter transkranieller Magnetstimulation (nTMS) basierenden Traktagraphie mittels intraoperativer Magnetresonanztomographie (iMRT) im Rahmen der Resektion von Tumoren nahe der Pyramidenbahn.

eine Förderung in Höhe von 10.000 €.

 

 

 

Dr. med. Florian Geßler von der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie hat den Promotionspreis der Alumni und Freunde des Fachbereichs Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität gewonnen.

Dr. Florian Andreas Geßler (29), Assistenzarzt in der Klinik für Neurochirurgie am Frankfurter Universitätsklinikum, hat im Rahmen seiner Doktorarbeit die Funktion eines Proteins mit dem Namen Tissue Factor (TF) in dem Tumorwachstum von Glioblastomen untersucht. Auf dieser Grundlage konnte er auch einen Antikörper beschreiben, durch den das Tumorzellwachstum in Glioblastomen deutlich reduziert werden kann.
Hierfür wurde Herrn Dr. Geßler nun der Promotionspreis der Alumni und Freunde des Fachbereichs Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität verliehen.

Über die Alumni des Fachbereich Medizin:

Nach der Satzung verfolgt der Verein den Zweck, die Aktivitäten des Fachbereichs Medizin auf den Gebieten der studentischen Ausbildung, ärztlicher Fort- und Weiterbildung, der Wissenschaft und Forschung sowie der Verbindung von Theorie und Praxis ideell und finanziell zu fördern. Besonderes Interesse gilt der interdisziplinären Zusammenarbeit, um den Patienten eine optimale, dem Stand der Wissenschaft entsprechende Diagnostik und Therapie gewährleisten zu können. Die Vergabe des mit 1.000 € dotierten Preises fand im Rahmen des Dies academicus des Fachbereich Medizin statt.

 

Weiterführende Informationen:

Florian Andreas Geßler
Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
Universitätsklinikum Frankfurt
E-mail: f.gessler@med.uni-frankfurt.de

 

 

Antikörper bremst Hirntumor

Der Frankfurter Wissenschaftler Dr. Florian Andreas Geßler hat einen Antikörper identifiziert, mit dem die Ausbreitung von Hirntumoren eingeschränkt werden kann. Dafür erhält der Nachwuchsforscher den Förderpreis des Burse e.V. für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen Hirntumore bei Erwachsenen. Die Heilungschancen für Betroffene sind bisher sehr schlecht. Die Überlebensrate der Patienten, bei denen ein Glioblastom diagnostiziert wurde, liegt nach drei Jahren bei unter 20 Prozent. Dr. Florian Andreas Geßler (28), Assistenzarzt in der Klinik für Neurochirurgie am Frankfurter Universitätsklinikum, hat nun im Rahmen seiner Doktorarbeit herausgefunden, dass das Protein mit dem Namen Tissue Factor (TF) für das Tumorwachstum mitverantwortlich ist. Auf dieser Grundlage konnte er auch einen Antikörper identifizieren, durch den das Tumorzellwachstum deutlich reduziert werden kann. Für diese Arbeit hat Dr. Geßler den Förderpreis des Burse e.V. für herausragende wissenschaftliche Leistungen erhalten. Die Auszeichnung wurde am 27. Juni im Rahmen der Akademischen Feier der Freunde und Förderer der Goethe-Universität offiziell übergeben. „Ich freue mich, dass Dr. Geßlers hervorragende wissenschaftliche Leistung mit diesem Preis gewürdigt wird. Mit seiner Arbeit hat er die Grundlage für eine wirksamere Therapie von Glioblastomen gelegt“, sagt Prof. Volker Seifert, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum und Geßlers Doktorvater.

Das Signal zum Tumorwachstum dämpfen

Wegen des unkontrollierten Wachstums der Glioblastome ist das Verständnis der molekularen Prozesse von Zellvermehrung und -invasion für eine wirksame Therapie notwendig. Es ist bekannt, dass das Protein TF die Blutgerinnung mit auslöst und damit eine für den Körper wichtige Funktion bei Verletzungen erfüllt. Demgegenüber konnte aber in vorherigen Studien auch eine zentrale Rolle von TF bei der Ausbreitung verschiedener Tumoren nachgewiesen werden. Dr. Geßler hat in seiner Arbeit konkret den Einfluss von TF auf das Verhalten von Hirntumoren untersucht. Für die Ausbreitung von Tumoren – wie bei vielen anderen Veränderungen der Zellen auch – sind sogenannte Signale notwendig, durch die zelluläre Veränderungsprozesse erst in Gang gesetzt werden. In der Forschungsarbeit konnte nachgewiesen werden, dass TF eine wesentliche Funktion in der Signalübermittlung von Hirntumorzellen hat und daher zu einer Vermehrung von Tumorwachstum, -zellbewegung und -invasion führt. Darüber hinaus konnte Dr. Geßler zeigen, dass die Proteine PAR-2 und beta-Arrestin 1 wesentlich an der durch TF vermittelten Signalübertragung beteiligt sind und wichtige Funktionen in der Entwicklung der Tumoren besitzen.

In Kenntnis dieser Ergebnisse wurde in der Arbeit ein Antikörper eingesetzt, der die Signalübermittlung von TF hemmt, gleichzeitig jedoch die wichtige Gerinnungsinitiierung von TF nicht beeinträchtigt. Mit dem Antikörper behandelte Glioblastomzellen zeigten in der Folge eine deutlich reduzierte Tumorzellbewegung sowie -invasion und auch das Tumorzellwachstum war reduziert. Die Unterdrückung der TF-Signale mit Hilfe eines Antikörpers stellt also einen vielversprechenden Ansatz zur Therapie der bösartigen Hirntumore dar.

Über Burse e.V.

Burse e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Studentenhilfe an der Goethe-Universität Frankfurt. Zu den Aufgaben des Vereins gehören unter anderem die Unterhaltung eines Studentenwohnheims, die Unterstützung Studierender durch Stipendien, die Förderung der Begegnung zwischen Studierenden der Goethe-Universität und ausländischen Universitäten sowie insbesondere die Verleihung des Förderpreises für herausragende wissenschaftliche Leistungen. Die Vergabe des mit 3.000 Euro dotierten Preises findet in diesem Jahr erstmalig im Rahmen der Akademischen Feier der Freunde der Universität statt.


Für weitere Informationen:

Florian Andreas Geßler
Klinik für Neurochirurgie
Universitätsklinikum Frankfurt
E-Mail f.gessler@med.uni-frankfurt.de