Chimärismusanalyse

Ziel einer Transplantation ist es, das Blutbildungssystem des Empfängers zu verdrängen und durch das des Spenders dauerhaft zu ersetzen. Stammen alle blutbildenden Zellen vom Spender, so liegt ein vollständiger Chimärismus vor. Bei bösartigen Erkrankungen wie Leukämien ist der Erhalt eines vollständigen Chimärismus assoziert mit einem geringeren Rückfallrisiko.

  • Mit der Chimärismusanalyse können in einer Blut- oder Gewebeprobe für Spender und Empfänger charakteristische Mikrosatelliten-Profile nachgewiesen werden.
     
  • Durch Untersuchung von (mittels MACS-Beads angereicherten) Subzellfraktionen lässt sich die Nachweisgrenze der angewandten Methode erweitern.
     
  • Benötigtes Probenmaterial:
    Benötigt werden einmalig Referenzproben des Spenders und des Empfängers (vor Transplantation). Die Probenmenge für eine Verlaufsuntersuchung richtet sich nach der Anzahl der Subzellfraktionen
    (2 ml EDTA-PB/angeforderte Untersuchung).
    Das Ergebnis (Empfängeranteil %) ist in der Regel ein bis zwei Arbeitstage nach Probeneingang verfügbar.
     
  • Gerne stehen Ihnen Prof. Bader und Dr. Kreyenberg für weitere Fragen zur Verfügung.