Prof. Dr. rer. nat. Michael A. Rieger

LOEWE Zentrum für Zell- und Gentherapie Frankfurt
Med. Klinik II – Hämatologie/Onkologie
Universitätsklinikum Frankfurt
Theodor-Stern-Kai 7
60595 Frankfurt am Main

Tel:   +49 69 / 6301 - 84297
Fax:  +49 69 / 6301 - 7934
E-mail: m.rieger[at]em.uni-frankfurt.de

 

 

Forschungsschwerpunkte

  • Molekulare Kontrolle von Zellschicksalsentscheidungen adulter Stammzellen
  • Hämatopoetische Stammzellselbsterneuerung und Differenzierung
  • Unterschiede zwischen normalen Stammzellen und tumorinduzierenden Krebsstammzellen

Weitere Informationen unter: Website Michael Rieger's Lab

Mitarbeiter

Dr. Roy Choudhury, Aaheli (Postdoc)
Dr. Thalheimer, Frederic (Postdoc)
Fawaz, Malak (PhD Studentin)
Haetscher, Nadine (PhD Studentin)
Lunger, Ilaria (PhD Studentin)
Wingert, Susanne (PhD Studentin)
Wojcik, Bartosch (PhD Student)
Bothur, Sabrina (Biotechnologin)
Jourdan, Claudia (Technische Assistentin)

Alumni:

Dr. Feuermann, Yonatan (Postdoc)
Dr. Rehage, Maike (Postdoc)
Ngu, Ngoc-Dinh (Bachelorstudentin)
Stolz, Leonie (Masterstudentin)
Weiser, Christian (Diplomand)
De Giacomo, Pangrazio (Diplomand)

Aktuelle Forschungsprojekte

Grundlegende Mechanismen der Stammzellbiologie

Die Gruppe von Prof. Michael Rieger beschäftigt sich mit der molekularen Steuerung der Zellschicksalsentscheidungen von adulten Stammzellen. Zellteilung, Zelltod, Selbsterneuerung oder Differenzierung müssen durch zelleigene und externe Signale streng kontrolliert sein, um die lebenslange Neubildung von allen spezialisierten Zelltypen eines regenerativen Organs wie z.B. dem Blutsystem zu gewährleisten. Fehlgesteuerte Selbsterneuerung und ein Differenzierungsblock können zur Krebsentstehung führen. Wie erstmals für Leukämien gezeigt, können auch in Tumoren im besonderen Maße unreife Tumorzellen, sogenannte Krebsstammzellen, für die Tumorprogression und die Therapieresistenz verantwortlich sein. Diese müssen für eine effiziente Behandlung gezielt durch neuartige Therapieansätze eliminiert werden.

Exemplarisch für adulte Stammzellen widmet sich die Arbeitsgruppe besonders dem hämatopoetischen System als das am besten verstandene Stammzellsystem. Hämatopoetische Stammzellen sind für die lebenslange Nachbildung aller Zelltypen des Bluts verantwortlich. Obwohl das enorme Regenerationspotential dieser Zellen bereits seit vielen Jahren in der Klinik bei Knochenmarktransplantationen genutzt wird, geht diese Therapie oft mit schweren Nebenwirkungen einher. Ein vertieftes Verständnis der Biologie von hämatopoetischen Stammzellen ist nötig, um den Behandlungserfolg von Stammzelltransplantationen weiter zu verbessern, und um Unterschiede zwischen normalen und leukämischen Stammzellen für Biologie von Brustdrüsenstammzellen bei der Brustentwicklung und bei Brustkrebs. In Zusammenarbeit mit der Chirurgie des Universitätsklinikums werden krebsinduzierende Stammzellen beim kolorektalen Karzinom molekular charakterisiert, um zukünftige Diagnostika und Therapeutika bei Darmkrebs zu entwickeln.

Die Arbeitsgruppe untersucht primäre Stammzellen auf Einzelzellebene mit modernsten molekular- und zellbiologischen Technologien. Durch Langzeit-Zeitraffermikroskopie und Einzelzellverfolgung werden die Schicksalsentscheidungen einzelner Stammzellen während ihrer Differenzierung in unterschiedlichste Zelltypen kontinuierlich beobachtet. Die Abfolge dieser zellulären Vorgänge entscheidet über die zukünftige Entwicklung einzelner Stammzellen und gibt wertvolle Hinweise über die molekulare Kontrolle dieser Vorgänge. Dieses weltweit einzigartige Zellanaly