Hormone

Als Botenstoffe steuern Hormone zahlreiche Funktionen des Körpers. Sie regulieren den weiblichen Zyklus und sind verantwortlich für Zyklusstörungen aller Art, Wechseljahresbeschwerden oder unerfüllten Kinderwunsch. Auch zahlreiche Verhütungsmethoden wirken hormonell.

Der weibliche Zyklus

Für einen funktionierenden Zyklus ist immer ein Zusammenspiel mehrerer Hormone wichtig, welche dem Takt des Hypothalamus folgen. Dieser sendet in der Regel alle 90 Minuten das Hormon GnRH (Gonadotropinreleasinghormon), das die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) stimuliert.

GnRH führt dazu, dass FSH (Follitropin, Follikel stimulierendes Hormon) und LH (Luteotropin, Luteinisierendes Hormon) von der Hypophyse ausgeschüttet werden. Sie bewirken das Wachstum und die Reifung der Eibläschen (Follikel) im Eierstock. Die Eizellreifung läuft im Follikel ab.

Erste Zyklushälfte (Follikelphase)

Die reifenden Follikel produzieren Östrogen - Je größer sie werden, umso mehr. Östrogen baut die Gebärmutterschleimhaut auf. Die Gebärmutterschleimhaut sollte sich zur Zyklusmitte auf etwa 7 mm aufgebaut haben, um eine optimale Grundlage für die Einnistung einer Schwangerschaft zu gewährleisten.

Erreicht die Östrogenmenge im Körper einen gewissen Schwellenwert ändert sich der Takt der Hormonausschüttung, und das Hormon LH wird vermehrt ausgeschüttet. Dadurch wird der Eisprung (Ovulation) ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt ist der Follikel meist größer als 17 mm im Durchmesser. Die Eizelle bleibt nach dem Eisprung etwa 12 Stunden befruchtungsfähig. Spermien leben 72 Stunden, daraus lässt sich ein optimales Zeitfenster errechnen um schwanger zu werden.

Zweite Zyklushälfte / Gelbkörperphase/ Lutealphase:

Die Hülle des Eibläschens bleibt als Gelbkörper (Corpus luteum) stehen und produziert das Hormon Progesteron. Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Der Gelbköper ernährt die Schwangerschaft bis sich diese in der ca. 7. Schwangerschaftswoche über die Plazenta selbst ernährt. Tritt keine Schwangerschaft ein geht der Gelbkörper zugrunde. Er produziert dann keine Hormone mehr, Östrogen- und Progesteronspiegel fallen ab.

Alles in allem dauert ein Zyklus, also das Durchlaufen aller drei Phasen etwa 23-35 Tage.

Die Monatszyklen spielen sich nach der ersten Regelblutung (Menarche) im Verlauf der Pubertät ein und laufen in den Wechseljahren langsam aus. Wenn mindestens ein Jahr keine Blutung mehr auftritt, ist die sogenannte Menopause eingetreten.