Das Labor für dermatologische Histologie der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie ist auf die histologische Bearbeitung und Beurteilung menschlicher Hautgewebeprobenspezialisiert. Dabei unterscheidet sich die Arbeit eines dermato-histologischen Labors deutlich von der eines Histologie-Labors der Pathologie. Die Spezialisierung auf die Untersuchung von Hautgewebeproben erfordert spezielle Techniken und Kenntnisse des Laborpersonals und der begutachteten Fachärzte.
Unser Laborpersonal verfügt über jahrelange Erfahrungen in der Dermato-Histologie und zeichnet sich daher durch eine überaus hohe Kompetenz aus. So wird das Histologie-Labor unserer Klinik regelmäßig von anderen dermato-histologischen Laboren als Zweitgutachter in Anspruch genommen. 

Histologische Aufbereitung und mikroskopische Begutachtung des Hautgewebes durch einen geübten Facharzt

Die routinemäßige Bearbeitung von Hautgewebeproben umfasst zunächst die Fixierung des zum Teil derben Gewebes und dessen Einbettung in Paraffin, wodurch das Gewebe die zur weiteren Bearbeitung notwendige Stabilität erlangt. Anschließend werden von der Gewebeprobe Dünnschnittpräparate angefertigt. Um anhand dieser eindeutig beurteilen zu können, ob die Gewebeveränderung (z.B. gut- oder bösartiger Tumor) bei der Entnahme vollständig (in toto) entfernt wurde, muss dabei sichergestellt werden, dass die Dünnschnitte in einer Ebene des Gewebes erfolgen, die eine Aussage über die Beziehung zwischen Läsion und Resektionsrand erlauben. Bei größeren Gewebeproben ist hier ggf. eine lamellierende Aufarbeitung des Gewebes erforderlich. 
Die angefertigten Schnittpräparate werden dann mit Hämatoxylin und Eosin, der histologischen Standardfärbung, die eine gute Kontrastierung der typischen Strukturen eukaryontischer Zellen erlaubt, gefärbt und von einem geübten Gutachter beurteilt.

Immunhistologische Färbeverfahren zum Nachweis spezifischer Strukturen

Mit Hilfe immunhistologischer Verfahren lassen sich im Gewebeschnitt spezifische Strukturen und Moleküle gezielt und sensitiv nachweisen. Das Verfahren beruht dabei auf der Verwendung von Antikörpern, die spezifisch gegen die nachzuweisenden antigenen Determinanten der Gewebeprobe gerichtet sind und an diese binden. Einige Antigenepitope bedürfen dabei jedoch zunächst einer Freilegung durch Vorbehandlung des Probengewebes. Aufgrund der Konjugation der Antikörper mit z.B. dem Enzym “alkalische Phosphatase“ können die so markierten Strukturen des Gewebeschnittes über eine lokale enzymkatalysierte Farbreaktion histochemisch sichtbar gemacht werden.