Postexpositionsprophylaxe (PEP) bei Nadelstichverletzungen

Empfehlungen zur Postexpositionsprophylaxe (PEP) bei Nadelstichverletzungen (HIV, HBV, HCV) inklusive wichtiger Dokumente für die Mitarbeiter des Klinikums stehen über nachfolgende Links zur Verfügung.

Hinweis: Die hier gemachten Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht und ersetzen nicht die Konsultation eines spezialisierten Arztes; sie sind außerdem nicht unbedingt umfassend. Das Vorgehen muss in jedem Einzelfall ggf. anhand anderer Informationsquellen überprüft werden.

Für die Mitarbeiter des Klinikums stehen zwei Dokumente als pdf-Dateien zur Verfügung, zum einen ein Algorithmus zur Vorgehensweise nach Nadelstichverletzungen sowie ein Laufzettel für den betroffenen Mitarbeiter.

 

HIV-Postexpositionsprophylaxe (HIV-PEP)

Nach einer Kontamination mit HIV-haltigem Material, zum Beispiel durch Nadelstichverletzung, Verletzung mit kontaminierten Instrumenten etc. (Stich- und Schnittverletzungen) und Benetzung offener Wunden oder Schleimhäute mit HIV-kontaminerten Flüssigkeiten, sollte entsprechend den aktuellen Empfehlungen der zuständigen Fachgesellschaften ggf. eine medikamentöse Postexpositionsprophylaxe (HIV-PEP) erfolgen.

Wesentlich ist ein unverzüglicher Beginn der HIV-PEP, am besten innerhalb einer Stunde nach Verletzung! Im Zweifelsfalle sollte lieber eine HIV-PEP begonnen und später (etwa nach Vorliegen eines negativen HIV-Antikörpertestes beim Indexpatienten) abgesetzt werden.

Es ist wichtig, stets eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vorzunehmen und sich an den jeweils aktuellen Empfehlungen zu orientieren. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die folgenden Internetseiten des Robert Koch Instituts in Berlin:

Weitere Informationen zu HIV/AIDS

Leitlinien und Empfehlungen zu HIV-Postexpositionsprophylaxe

 

Hepatitis B-Virus-Postexpositionsprophylaxe (HBV-PEP)

Unter den durch Blut übertragbaren Infektionserregern nimmt das Hepatitis-B-Virus (HBV) eine Sonderstellung ein, da - je nach Konzentration des Erregers - eine Übertragungswahrscheinlichkeit bis zu 100% besteht. Daher ist es eine besonders wichtige Aufgabe arbeitsmedizinisch tätiger Ärzte, ein System zu entwickeln, das im Fall einer Exposition eine schnelle Prophylaxe ermöglicht. Wichtige Hinweise hierzu finden Sie beim Robert Koch Institut in Berlin und beim Kompetenznetz Hepatitis:

Ausführliche Informationen zu Hepatitis B

Nadelstich und HBV

 

HCV-Postexpositionsmaßnahmen (HCV-PEM)

Eine Postexpositonsprophylaxe zur Verhinderung einer HCV-Übertragung existiert derzeit nicht (weder chemotherapeutisch noch durch Immunglobulingabe). Ausführliche Informationen auch zu einer möglichen "Frühtherapie" sind jedoch über die folgenden Links beim Robert Koch Institut in Berlin und beim Kompetenznetz Hepatitis erhältlich:

Ausführliche Informationen zu Hepatitis C

Nadelstich und HCV - HCV-Prophylaxe nach Stichverletzungen im Gesundheitsdienst