Querschnittsbereich 6

Umweltmedizin

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Aus gegebenem Anlaß: Alle Studierenden, die im SS 2019 im 4. klinischen Semester studieren, sind bereits über das Dekanat im WS 2019/2020 eingeteilt! Eine direkte Anmeldung bei mir ist NICHT möglich. Studierende, die im SS 2019 im 6. klinischen Semester studieren, sind nicht angemeldet und müssen sich direkt anmelden.

Für alle Studierenden, denen der QB6 noch fehlt für ein Staatsexamen im Herbst 2019, gibt es eine Feriengruppe am Montag, 08. und am Montag, 15. Juli, jeweils um 16.00 Uhr.

 

Der Querschnittsbereich 6 – Umweltmedizin besteht aus einer Vorlesung für Studierende des 5. klinischen Semesters jeweils im Wintersemester; die Prüfung besteht aus einer geleiteten Fallbearbeitung, in der formalen Gestaltung eines Tutoriums, ebenfalls für Studierende des 4. oder 5. klinischen Semesters.

 

Die Vorlesung im Wintersemester behandelt  fachspezifische Aspekte der Umweltmedizin, spezifische Ursachen von Umweltproblemen (chemische Substanzen, physikalische Störungen) und regulatorische Vorgaben wie Grenzwertsetzungen. In den Vorlesungen werden auch auch die "Essentials" der umweltmedizinisch relevanten Schadstoffe und Krankheitsbilder vermittelt, der Stoff geht aber über diese Essentials hinaus.

Der Besuch der Vorlesung ist freiwillig, er dient der Vertiefung der Toxikologie und Umweltmedizin und geht inhaltlich über die für alle Ärzte relevanten Aspekte der Umweltmedizin hinaus. Die Vorlesung der Umweltmedizin findet im Wintersemester jeweils am Mittwoch, 10.00 - 11.30 Uhr statt.

Die fallorientierten Gruppenprüfungen sind für den Erwerb des Leistungsnachweises im Querschnittsbereich VI – klinische Umweltmedizin verpflichtend. Jede Gruppenprüfung beinhaltet eine Kasuistik, bei der eine umweltmedizinische Krankheit vorliegt, oder/und bei der umweltmedizinische Probleme (Exposition, Symptome, Befunde) differentialdiagnostisch wichtig ist. Wichtig ist durch die Teilnehmer der Gruppenprüfungen das Herausarbeiten klinischer Befunde und Symptome, die für die Bewertung des Falles wichtig sind und eine Entscheidung erlauben, ob Umweltfaktoren einen relevanten Beitrag geleistet haben bzw. geleistet haben können (Kausalitätsfrage).

Die Kasuistiken entstammen allen Bereichen der Medizin, einschließlich der Pädiatrie, Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik; wichtiger als die exakte Zuordnung zu einer Disziplin ist die Bewertung der Leitsymptome und -befunde, ein Verständnis von Quellen für Schadstoffe und Exposition sowie die Wirkungsdauer und Ausscheidungswegen von spezifischen SUbstanzen.

Im ersten Teil der Gruppenprüfung wird der Beginn der Kasuistik besprochen, typischerweise bis zur Diagnosestellung, d.h. Anamnese, körperliche Untersuchung und orientierende diagnostische Ergebnisse. Relevante Fragestellungen, die nicht sofort geklärt werden können, werden als Problem formuliert; am Ende des ersten Teils der Gruppenprüfung wird für jeden Teilnehmer ein spezifisches Problem zur individuellen Bearbeitung bis zum zweiten Termin formuliert sein.

Bis zum zweiten Termin ist dieses Problem durch eine Recherche zu klären (Lehrbücher, Publikationen, Leitlinien, gelegentlich auch aus dem nichtmedizinischen Bereich), das Ergebnis der Recherche zusammenzufassen (maximal 2 Seiten) und die Information hinsichtlich des jeweils aktuellen Falles auszuwerten. Die schriftliche Zusammenfassung ist mir als Anhang an eine email zuzuschicken.

Zum (Im) zweiten Teil der Gruppenprüfung werden die Erarbeitungen präsentiert (max. 5 Minuten); die Diagnose wird noch einmal begründet, die Therapieprinzipien formuliert, die durchgeführte Therapie besprochen und ggfs. weitergehende Aspekte (Prävention, Epidemiologie) erläutert.

 

Für die erfolgreiche Teilnahme an den Tutorien und die Benotung sind erforderlich:

- Teilnahme an zwei Teilen der Gruppenprüfung über eine Kasuistik

- Bearbeitung eines spezifischen Problems aus dem ersten Teil der Gruppenprüfung

- Präsentation der Ausarbeitung, einschließlich Einreichen der schriftlichen Ausarbeitung in elektronischer Form (als email-Anhang; kann auch nach dem zweiten Teil erfolgen).

 

Organisatorisches

Die Prüfung in Umweltmedizin ist als Gruppenprüfung vorgesehen im (4. oder) 5. klinischen Semester. Eine Gruppe hat etwa 10 Teilnehmer (8 – 12); eine Anmeldung kann individuell oder als Gruppe erfolgen. Auch bei einer Gruppenanmeldung garantiere ich nicht, dass Alle in dieselbe Gruppe eingeteilt werden. Die Einteilung erfolgt ausschließlich über das Dekanat.

ORT: Bibliothek der Humangenetik und Arbeitsmedizin, Haus 9B, 1. Obergeschoss, Raum Nr. 112.

 

Feriengruppe im SS 2019 (Juli 2019)

Mo., 08. 07., 16.00 - 17.30 Uhr, Mo., 15. 07. 16.00 - 17.30 Uhr.

 

Die Noten können direkt nach dem zweiten Termin an das Prüfungsamt weitergeleitet werden. Die Benotung erfolgt auf der Basis der Mitarbeit in den Gruppenprüfungen und den schriftlichen Ausarbeitungen. Kein Kriterium für die Bewertung der mündlichen Mitarbeit ist dabei die Häufigkeit von Beiträgen (eine lebhafte Diskussion unter Beteiligung aller Teilnehmer wird allerdings erwartet!), ein geringes gewichtetes Kriterium ist die Richtigkeit des jeweils Gesagten, das wichtigste Kriterium ist die Begründung eines Beitrages. Aktives Mitdenken ist ein positives Kriterium; auch undogmatische, aber begründete Ideen (auch wenn sie letztlich falsch sind) werden positiv bewertet.

Bei den schriftlichen Ausarbeitungen (verwendete Quellen mit angeben) werden bewertet:

- Vollständigkeit

- Begründung von Zusammenhängen oder Schlussfolgerungen

- Bewertung der Relevanz (nicht nur für das vorliegende Krankheitsbild)

- Gewichtung von Alternativen

- Kompaktheit der Darstellung

 

Die Teilnahme an einer Gruppenprüfung wird immer als „nicht bestanden“ bewertet, wenn die schriftlichen Ausarbeitungen plagiiert sind (übernommen aus Quellen, die nicht angegeben sind). Hierzu erfolgt (bei Anlass oder stichprobenartig) eine Überprüfung der mit email zu übermittelnden Ausarbeitung.

Bei fehlender Teilnahme am zweiten Teil, oder bei Nichtbestehen müssen beide Teile der Gruppenprüfung mit einer neuen Kasuistik und neuer Ausarbeitung wiederholt werden.

Die Note wird auf Anfrage mitgeteilt, alle Noten einer Prüfungsgruppe werden am Semesterende an das Prüfungsamt weitergeleitet.