Embryonalentwicklung

Bei den befruchteten Eizellen startet nach der Verschmelzung der Vorkerne (am 1. Tag nach der Punktion) die Embryonalentwicklung: die Zelle beginnt mit der Zellteilung. Bereits zwei Tage nach Eizellentnahme hat sich der Embryo bestenfalls schon zu einem 4-Zeller entwickelt. An Tag drei bereits zu einem 6- bis 8-Zeller.

An Tag vier nach Befruchtung beginnen die einzelnen Zellen, enge Kontakte untereinander auszubilden. Man nennt dies Kompaktierung; das damit einhergehende Entwicklungsstadium wird „Morula“ genannt. Fünf Tage nach Befruchtung hat sich der Embryo im besten Fall bereits zum Stadium einer Blastozyste entwickelt. Diese besteht aus einer äußeren Zellschicht, dem sogenannten „Trophoblasten“, welcher bei erfolgreicher Implantation des Embryos später die Plazenta (Mutterkuchen) bildet. Im Inneren der Blastozyste befindet sich die sogenannte „innere Zellmasse“, aus welcher später das Kind entsteht.

Statistisch gesehen entwickeln sich etwa 30 % der befruchteten Eizellen bis zum Blastozystenstadium, die übrigen 70 % der Zellen bleiben natürlicherweise in der Entwicklung stehen.

In der Zeit bis zum Embryotransfer verbleiben Ihre Zellen in speziellen Nährmedien in Kulturschalen im Inkubator. Alle Bedingungen – Temperatur, pH-Wert, Ionen-Konzentration, Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt – sind optimal eingestellt und simulieren die Bedingungen, die im Körper vorherrschen. So werden die Embryonen mit den bestmöglichen Wachstumsbedingungen versorgt. Um die Entwicklung der Zellen möglichst nicht zu stören, überprüfen wir diese nur zu wenigen, bestimmten Zeitpunkten. Die restliche Zeit über belassen wir die Embryonen ungestört im Wärmeschrank, sodass die Wachstumsbedingungen konstant bleiben.