Drei Klinikdirektoren bündeln Expertise

Mediziner der Internistischen Hepatologie, Onkochirurgie und Interventionellen Radiologie bilden Kräftedreieck in Diagnose und Therapie von Lebererkrankungen.

Speziell Lebererkrankungen bieten als System-, Stoffwechsel- und Entzündungserkrankungen mit Ausbildung von Tumoren (Neoplasmen) eine große Bandbreite für komplexe medizinische Problemstellungen, welche sich an unterschiedliche medizinische Fachrichtungen richten. Dies sind vor allem die internistische Hepatologie, die diagnostische und interventionelle Radiologie sowie die onkologische und Transplantationschirurgie. Das Leberzentrum Frankfurt am Main des Klinikums der J. W. Goethe-Universität bietet seit 1. März 2007 als interdisziplinäres hepatobiliäres Zentrum das erforderliche komplette Spektrum für sämtliche medizinische Fragestellungen auf dem Gebiet der Lebererkrankungen an.

Aktuelle Hepatologie: Im Spannungsfeld zwischen medizinischem Fortschritt und Tabuisierung

Infektionen mit den Hepatitis-Viren zählen zu den Hauptauslösern schwerwiegender chronischer Lebererkrankungen. Über eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C- oder B-Virus (HCV und HBV). In einem epidemiologischen Bulletin schreibt das Robert-Koch-Institut der Virushepatitis B und C eine „erhebliche gesundheitspolitische Bedeutung“ zu wegen der möglichen Folgen chronischer Infektionen wie der lebensbedrohlichen Leberzirrhose und dem Leberzellkarzinom (HCC).

Eine Verdopplung der Neuerkrankungen an Leberkrebs in den letzten drei Jahrzehnten wird mit einer HCV-Infektion in Verbindung gebracht. Schwerwiegende Lebererkrankungen ließen sich häufig vermeiden, angesichts diagnostischer Möglichkeite